Im Laufe der Jahre hat sich der Rahmen unserer Hilfe durch Saat der Hoffnung stetig erweitert und umfasst nun verschiedene Projekte, die direkt den Bedürfnissen vor Ort entsprechen. Dazu gehören:
Diese Initiativen zielen darauf ab, das Leben der Menschen nachhaltig zu verbessern, sei es durch Bildung, Gesundheitsversorgung oder die Förderung von Familien und Gemeinschaften.
Aktuell leben 71 Kinder und Jugendliche (Stand 2025) in Pflegefamilien, meist bei Verwandten, und erhalten Unterstützung in Form von Ausbildung, medizinischer Versorgung, Taschengeld, Fahrgeld, Kleidung, und Schulmaterial. Unsere fünf Sozialarbeiter besuchen die Familien regelmäßig, um sicherzustellen, dass die Hilfe ankommt und bei Bedarf schnell eingegriffen werden kann.
Seit 2018 gibt es in Kenia ein Gesetz, das Kinderheime langfristig nur noch als „Dropping Centre“ zulässt, weshalb die institutionelle Betreuung seit 2022 durch Pflegefamilien ersetzt worden ist. Derzeit leben nur noch 10 Kinder, die besondere Unterstützung benötigen oder für die noch keine geeignete Pflegefamilie gefunden wurde, in unserem Kinderheim. Dort werden sie von Hauseltern betreut und besuchen unsere „Seed Academy“. Darüber hinaus nehmen wir weiterhin Kinder in Notsituationen auf, wenn das Jugendamt von Kitale eine Anfrage stellt. In Zusammenarbeit mit den Sozialarbeitern, dem Jugendgericht und dem Children’s Office bemühen wir uns, eine passende Pflegefamilie, meist entfernte Verwandte, für diese Kinder zu finden.
Nach Abschluss von Schule und Ausbildung werden die jungen Menschen in die Selbstständigkeit entlassen. Als letzte Starthilfe steht jedem ein Betrag von 500 € zur Verfügung, der mit Beratung und Begleitung der Sozialarbeiter eine Hilfe zur Selbsthilfe leisten soll. Einige haben bereits kleine Geschäfte aufgebaut, andere mit einem Zuschuss von ihren Paten oder weiteren Unterstützern ein Stück Land erworben.
Unsere Hilfe richtet sich zunehmend auf das Familiensystem der vulnerablen Kinder. Wir befähigen Familien, eigene Geschäfte zu gründen und sich unabhängig ein Einkommen zu sichern. Nach einem 18-monatigen Training erhalten sie eine Starthilfe, die an der Häufigkeit der Teilnahme gemessen wird. Sie haben auch weiterhin Zugang zu Unterstützung durch unsere Sozialarbeiter. Die 45 Familien, die das Programm abgeschlossen haben, bilden eine starke Gemeinschaft, welche keinen als Einzelkämpfer zurücklässt. Momentan durchläuft ein weitere Gruppe von 45 Familien das Programm und wird dieses im Jahr 2026 abschließen. So fördern wir nicht nur ökonomische Unabhängigkeit, sondern auch Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung.
60 Kinder und Jugendliche aus der Umgebung unseres Projekts erhalten jährlich einen Zuschuss von 100 €, da viele Eltern nicht in der Lage sind, die schulische Ausbildung ihrer Kinder selbst zu finanzieren. Diese Unterstützung geht über die Grenzen unseres direkten Programms hinaus und richtet sich an die Bedürftigen in der Dorfgemeinschaft.
Auch wenn sich die Ausrichtung unseres Projekts im Laufe der Zeit wandelt, bleiben diese wichtigen Angebote für die Gemeinschaft bestehen. Unsere Krankenstation, die seit 2004 einen wertvollen Dienst leistet, bleibt ein Anker der Hoffnung und Unterstützung. Hier können Menschen auf Krankheiten wie Malaria und Typhus getestet und behandelt werden. Eine erfahrene Krankenschwester kümmert sich um alle Patienten, jung wie alt, und stellt sicher, dass notwendige Medikamente verabreicht werden. Die Behandlung ist kostenfrei, lediglich ein kleiner Beitrag für die Medikamente wird erbeten. Diese Geste der Solidarität schafft nicht nur Heilung, sondern auch das Gefühl von Geborgenheit und Gemeinschaft. Darüber hinaus haben viele Absolventen erfolgreich die Schneider- und Computerschule abgeschlossen, die auch von unserer Grundschule genutzt wird. Ihre Abschlüsse sind nicht nur ein Schritt in Richtung persönlicher Entwicklung, sondern auch ein Schlüssel zu den Türen der Arbeitswelt.
In unserer Schule finden 400 Kinder aus der Umgebung einen Raum, in dem sie nicht nur Wissen erlangen, sondern auch die Werkzeuge für ihre Zukunft. 20 voll ausgebildete Lehrer widmen sich der Aufgabe, die Kinder auf das Leben vorzubereiten. Sie begleiten sie nicht nur auf ihrem Bildungsweg, sondern auch in ihrer persönlichen Entfaltung. Die bemerkenswerten Leistungen der letzten Jahre – mit Abschlussjahrgängen, deren Noten weit über dem Landesdurchschnitt liegen – sind nicht nur ein Beweis für den Erfolg unserer Lehrmethoden, sondern auch für das Potenzial, das in jedem Kind steckt.
2005 wurde die Gemeinde „My Fathers House“ gegründet. Inmitten der Herausforderungen, die das Leben in Armut mit sich bringt, versammeln sich hier wöchentlich viele Dorfbewohner – und unsere Kinder – zu einer Feier der Freude und des Glaubens. In ihren Gottesdiensten, die von Tanz, Gesang und einem fröhlichen Lärm begleitet sind, rückt der alltägliche Lebenskampf in den Hintergrund. Zwei weitere Tochtergemeinden sind im Laufe der Zeit entstanden.
Aus Mitgefühl für die Lebenssituation vieler Großeltern unserer Waisenkinder entstand die Idee, den Ältesten ein kleines Haus und Land zu schenken.
Sechs solcher Orte sind bereits entstanden, in denen Generationen sich gegenseitig stützen und das Leben neu erleben.
Eines Tages sollen diese Zufluchtsorte in die Hände der Heranwachsenden Kinder übergehen.
Auf 5 Hektar unseres Projektlandes wird Mais angebaut, welcher sowohl an Bedürftige unserer Kirchengemeinden als auch an arme Familien in der Umgebung gespendet wird. Ein weiterer Teil der Ernte geht an unsere „Seed Academy“ und an das Kinderheim.